Ausstellung

Zur Kulturgeschichte des Kakao

Choco, choco, chocolate

Dauerausstellung „choco, choco, chocolate“

Seit 2010 können Sie sich bei uns über die Kulturgeschichte des Kakao informieren, der Eintritt ist frei:

Die Ausstellung von Katrin Müller de Gámez, Berlin, und Prof. Dr. Ursula Thiemer-Sachse, Potsdam, „Zur Kulturgeschichte des Kakao“ soll einen Einblick geben und spannt den Bogen über die Kontinente und Zeitalter bis zur heutigen Bedeutung von Kakao und Schokolade.

Codex Zouche Nuttall
Codex Zouche Nuttall

Es handelt sich um Erfindungen der einstigen gehobenen indianischen Küche, die sich in den letzten Jahrhunderten die Welt erobert haben. Aus unserem Leben sind diese Herrlichkeiten gar nicht mehr wegzudenken. Die Geschichte von Kakao und Schokolade beginnt vor mehr als 3000 Jahren in Mesoamerika, im Land der Maya-Indianer. Dorthin wurde der wilde Kakaobaum aus Südamerika gebracht; noch ist nicht genau bekannt, wie das geschah. Hier wurde er dann kultiviert. In den feucht-heißen Waldgebieten legte man Kakaobaum-Plantagen an.

Bei den Maya, vor allem aber auch bei den indianischen Völkern, die den Kakao von ihnen erhandeln mussten, war er wegen seines hohen Wertes für die Festtafeln der Herrscher und Adligen vorgesehen. Kakao ist jedoch nicht nur ein Genussmittel gewesen. Bei den Indianern diente er auch als Heilmittel, und die Kakaobohnen waren in der alten Zeit wie noch zu Anfang der spanischen Kolonialzeit das viel benutzte Kleingeld.

Nach der spanischen Eroberung Mexikos (1521) breitete sich schließlich die Anlage von Kakaoplantagen gemäß den klimatischen Bedingungen über die feuchten Tropen in der Nähe des Äquators aus. Es entstand eine Arbeitsteilung in der Kakaoproduktion zwischen den Ländern, die dem Weltmarkt die Kakaobohnen liefern, und denjenigen, welche die schokoladenhaltigen Köstlichkeiten herstellen.

Zapotekin
Zapotekin

Die Ausstellung geht auch der Frage nach, wie Schokolade die Gewohnheiten der europäischen Konsumenten verändert hat. Im alten Mexiko wurde der Kakao mit Honig und Vanille, aber vorrangig mit Chili-Pfeffer gewürzt. Als Getränk und Paste mit Milch und vor allem Zucker angereichert wurde der Kakao erst in Europa zur uns bekannten Gaumenfreude.

Die Ausstellung kann zu unseren normalen Öffnungszeiten besichtigt werden, der Eintritt ist frei.

Wir bedanken uns bei Frau Thiemer-Sachse und Frau Müller de Gámez für die tolle Zusammenarbeit und wünschen Ihnen und uns viel Erfolg und viele Besucher!

Zum Kontaktformular

Sie haben sich die Ausstellung angesehen? Wie hat es Ihnen gefallen?

+ keine Kommentare

Kommentar hinzufügen